In der Kirchengemeinde Martfeld

In der Kirchengemeinde Schwarme


Runder Tisch Schwarme | Martfeld

Empfang der Internationalen Kochgruppe in Schwarme

15. Runder Tisch

20. Februar 2018

Gemeindehaus Schwarme

Kirchstr. 22

 

Anwesend: 20 Bürger aus Schwarme und Martfeld

Volker Kammann aus dem Rathaus gibt einen kurzen Überblick über die allgemeine
Flüchtlingssituation in der Samtgemeinde sowie speziell in Schwarme und Martfeld

  • Es kommen nach wie vor Familien in die Samtgemeinde und müssen betreut werden. In Martfeld wohnt seit Januar eine neue Familie aus Syrien
  • Anfang März ist eine weitere Familie nach Asendorf gezogen.
  • Die Zahl der Geflüchteten Menschen in der Samtgemeinde steigt damit immer noch an.
  • Anders als in den letzten zwei Jahren, wird das Dublinabkommen wieder angewendet. Geflüchtete Menschen, die über ein Drittland eingereist sind, bekommen keinen Aufenthaltstitel mehr. Diese Praxis führt dazu, dass es Menschen aus „Ländern mit guter Bleibeperspektive“ gibt, die in Deutschland nur eine Duldung haben und deshalb keine Integrationskurse besuchen können.
  • Die neue syrische Familie in Martfeld lebt sich gut ein und wird von Haupt- und Ehrenamtlichen betreut. Eine Gruppe Ehrenamtlicher gibt der Familie Deutschunterricht. Alle Kinder sind inzwischen eingeschult, die besondere individuelle Situation der Familie macht einen regelmäßigen Schulbesuch allerdings schwierig.

Problem der Abgrenzung

  • Die Erwartungen der Zugezogenen entsprechen manchmal nicht der Realität, die sie in Deutschland und speziell in der Samtgemeinde vorfinden.
  • Auch langfristig brauchen diese Menschen Unterstützung beim Alltag, es ist gut, wenn Sie dafür Deutsche haben, die sie fragen und um Hilfe bitten können.
  • Nicht allen Wünschen können haupt- und ehrenamtliche Helfer entsprechen. Es gibt auch individuelle Grenzen, die ernst genommen werden müssen.

Wohnungssuche

  • Viele geflüchtete Familien suchen nach geeignetem Wohnraum. Die Obdachlosenunterkünfte, die ihnen von der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden, sind oft klein oder abgelegen und entsprechen dann nicht den Vorstellungen der betroffenen Familien.
  • Es ist für Geflüchtete schwer, Wohnungen zu finden, da der Wohnungsmarkt angespannt ist und sie die deutsche Sprache noch nicht gut sprechen. Es gibt auch Vorbehalte einiger Vermieter gegenüber Flüchtlingen.
  • Eine Wohnungsvermittlungsstelle für den Landkreis wäre hilfreich, Herr Kammann wird sich nach den Möglichkeiten dafür erkundigen.

Kleiderkammer

  • Die Kleiderkammer in Martfeld könnte von neu angekommenen Familien mehr genutzt werden. Die Asylbegleiter sollen über diese Möglichkeit nochmal informiert werden, so dass neu zugewiesene Familien dort Kleidung für ihre Kinder holen können.

Deutschkurse in Schwarme

  • Im Gemeindehaus in Schwarme finden an vier Werktagen in der Woche ehrenamtliche Deutschkurse und das „Nähvergnügen“ statt. Frau Müller bittet darum, dass die abgesprochenen Termine eingehalten werden, damit auch alle anderen Gruppen ihre Zeiten wahrnehmen können.

Kochen mit Flüchtlingsfrauen

  • Auch das Kochen unter der Leitung von Frau Nollen findet nach wie vor regelmäßig statt. Gekocht wird in der Küche der Grundschule, die Kosten trägt die Kirchengemeinde in Schwarme.
  • Am 23. Februar kocht die Gruppe für alle ehrenamtlichen und hauptamtlichen Unterstützer. Es werden 60 Besucher erwartet.

Der nächste Runde Tisch zur Flüchtlingshilfe findet um 19 Uhr am 3. Mai  im
Gemeindehaus Martfeld statt.

Frühere Protokolle

Internationale Kochgruppe in Schwarme

Fahrradkurs in Martfeld